Arbeitskreis - von Anfang bis heute

Die Anfänge des Arbeitskreises liegen im Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden. Hier trafen sich im Sommer 2005 Initiatoren, die im Krankenhaus eine Veränderung im Umgang mit Fehlgeborenen herbeiführen wollten. Insbesondere sollte Eltern von früh verstorbenen Kindern ein würdiger Abschied in der Klinik ermöglicht und die Kinder auf einer zentralen Kindergrabstätte offiziell bestattet werden. Im Mittelpunkt der Bemühungen standen und stehen betroffene Familien.

Aus der zunächst „kleinen Lösung“ am St. Josephstift kristallisierte sich sehr schnell – nicht zuletzt durch die Selbsthilfe – der große Bedarf heraus. So beteiligten sich in kurzer Zeit neun weitere Kliniken am Projekt. Bei der jetzt erforderlich gewordenen „großen Lösung“ konnten wir uns auf Erfahrungen aus dem Projekt „Schmetterlingskinder Leipzig“ stützen.

Heute umfasst der Arbeitskreis ca. 50 Personen. Er ist Ausdruck unseres Netzwerkes aus Fachpersonal der Mitglieds-Kliniken und Beratungsstellen, aus Betroffenen, Trauerbegleitungen, der Seelsorge, Bestattern und Friedhofsverwaltungen. Viermal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises zu Fortbildungen, zur Vor- und Nachbereitung von Sternenkinder-Bestattungen und zur Diskussion über aktuelle Themen, die im Zusammenhang mit dem Verlust eines Kindes in der Frühschwangerschaft stehen.

Aus dem Arbeitskreis heraus entstand im Sommer 2006 der Verein Sternenkinder Dresden e.V.. Die vielen ehrenamtlich tätigen HelferInnen bei den Bestattungen und in der Öffentlichkeitsarbeit rekrutieren sich aus dem Arbeitskreis, der nicht zuletzt wichtiger Ideengeber für Weiterentwicklungen ist. Auch Betroffene finden hier ein Tätigkeitsfeld, das ihnen hilft, den eigenen Verlust zu verarbeiten und andere auf dem Weg der Trauer zu unterstützen. 

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